Schlangenlinien über Viadukte, durch Tunnel, vorbei an Almwiesen. Wir lesen, schreiben Postkarten, kosten belegte Brote aus regionalen Bäckereien. Im Abteil beginnen Gespräche, und Landschaft erklärt sich selbst. Ankunft ohne Lärm lässt Sinne offen für leise Details, klare Wege.
Entlang von Drau, Soča oder Etsch führen Wege, die Wasser atmen. Wir rollen im eigenen Tempo, füllen Flaschen an Brunnen, rasten unter Pappeln. Abende enden mit müden Waden, glänzenden Augen und einfachen Gerichten, die alles wieder auffüllen, freundlich, genügsam.
Zwischen Inseln, Häfen und kleinen Werften schwingen Boote behutsam. Wir lernen Wartezeiten zu mögen, lesen Wolken, beobachten Möwen. Anlegeplätze werden zu Bühnen kleiner Begrüßungen. Jede Überfahrt macht Landkarte und Geschichten greifbar, langsam, verbindlich, überraschend menschlich, selten planbar.
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